Partnerverträge unterzeichnet

eingestellt am 15.08.2007 - 16:22 von PS

Partnerverträge unterzeichnet

Bei einer Feierstunde wurde gestern im Wyker WDR-Gebäude das Netzwerk der Nationalpark-Partner um vier weitere Mitglieder erweitert. Ziel ist es, die Bekanntheit des Holsteinischen Wattenmeers weiter zu steigern.

Wyk/len

– "Es ist toll, dass wir es jetzt geschafft haben", freute sich WDR-Chef Axel Meynköhn bei der Unterzeichung der Partnerverträge mit dem Nationalparkamt, wozu Dr. Eckart Schrey vom Nationalparkamt und Staatssekretär Ernst-Wilhem Rabius vom Kieler Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume angereist waren.

 

Neu im Bunde der Partner war Uwe Peters vom Tönninger Hotel Miramar. Zwar konnten auch Jörn Sternhagen vom Oevenumer Landhaus Laura und Falk Naumann vom Wyker Hotel Atlantis die Zertifikate und Flaggen entgegennehmen. Doch diese beiden Häuser bekennen sich schon seit einigen Jahren zum Park. Sie sind nun aber nach neuen, strengeren Regeln zertifiziert worden.

 

Die Vertiefung der Kooperation zwischen Naturschutz und touristischen Leistungsträgern aus Nordfriesland und Dithmarschen ist nämlich unter dem Dach der Insel- und Halligkonferenz gemeinsam mit dem Nationalparkamt auf eine stabilere Basis gestellt worden. Finanziell gefördert aus dem Programm „Regionen aktiv – Uthlande aktiv“ wurden ein Rahmenkonzept und erste Marketingmaßnahmen erarbeitet. Diese wurden von einer Projektgruppe aus Vertretern verschiedener Interessengruppen begleitet. Aus dieser Gruppe entstand ein Vergaberat, der als unabhängiges Organ über die Zertifizierung entscheidet.

 

Ernst-Wilhelm Rabius wies im Rahmen der Unterzeichnung darauf hin, dass die früheren Konflikte zwischen Naturschutz und Fremdenverkehr inzwischen im wesentlichen ausgeräumt seien. Es gehe darum, die Akzeptanz des geschützten Wattenmeeres weiter zu steigern. So profitiere nicht nur der Naturschutz vom Tourismus, sondern auch die Entwicklung der heimischen Wirtschaft bekomme einen wichtigen Impuls.

 

Erwiesen sei nämlich, dass für viele Gäste der Nationalpark eine Rolle bei ihrer Urlaubsentscheidung spiele. In diesem Sinne sprach er die Hoffnung aus, dass sich die Zahl der Nationalpark-Partner „schneeballartig“ vergrößern möge.

 

Auch Dr. Eckart Schrey wünschte sich, dass sich die Partnerschaften auf Augenhöhe so zunehmen mögen, dass der Nationalpark selbstverständlicher Bestandteil im Leben der hier lebenden Menschen wird. Schrey, der bei der Erarbeitung der neuen Partnerschafts-Kriterien mitwirkte, machte die Aspekte der Kooperation deutlich: „Es geht dabei um Umweltschutz, bessere Information der Gäste, Stärkung der Servicequalität sowie die Förderung regionaler Produkte.“

 

Doch auch die Nationalpark-Partner – seit gestern sind es 73 – profitieren von der langfristigen Zusammenarbeit mit der Nationalparkverwaltung. Nicht zuletzt auch durch deren Werbemaßnahmen.

 

Helge Jansen, Vorsitzender der Insel- und Halligkonferenz, machte die Bedeutung des Projektes Nationalpark-Partnerschaften deutlich, mit dem Hinweis, dass durch die Trägerschaft seiner Vereinigung auch die Kommunalpolitik eingebunden sei.

 

„Der Nationalpark ist kein Werbegag“, betonte Jörn Sternhagen während des anschließenden Besuches in seinem Landhaus Kaura, dem zum Abschluss auch noch eine Besichtigung des Hotel Atlantis folgte.

 

Sternhagen wandte sich an Staatsekretär Rabius mit der Bitte, den Mittelstand gezielter, direkter und unmittelbarer zu fördern. „Es kann nicht angehen“, so der Gastronom, „dass Abschreibungsobjekten bessere Überlebenschancen geboten werden als den mittelständischen Familienbetrieben.

 Der Inselbote vom 10.8.2007