Jüngstes Mitglied der Flotte mit modernster Technik und traditions-
reichem Namen
Neue W.D.R. Doppelendfähre auf den Namen „Schleswig-Holstein“ getauft
Schon einen Tag vor Silvester war Föhr in Feierlaune. Der Grund dafür lag am 30. Dezember im Wyker Innenhafen zur festlich-fröhlichen Taufzeremonie vor Anker: Die neue Doppelendfähre, der jüngste Zu-
wachs der W.D.R. Flotte. Erst vor rund zwei Wochen hatte sie sich von der Neptun Werft in Rostock, auf der sie gebaut worden war, über Kiel, den Nord-Ostsee-Kanal und eine jahreszeitlich stürmische Nordsee auf den Weg zu ihrem Heimathafen Wyk auf Föhr gemacht. Und seit dem 20. Dezember ist sie nun auf dem Wattenmeer zwischen Dagebüll, Föhr und Amrum im Einsatz.
Der W.D.R. Neuzugang folgt dem Vorbild der im Juni 2010 in Dienst gestellten „Uthlande“ und kann wie diese 1.200 Passagiere und 75 PKW transportieren. Innerhalb von nur 18 Monaten hat die Wyker Dampfschiffs-Reederei damit die zweite Doppelendfähre in Fahrt gebracht. Durch diese Investition in Höhe von 17,5 Millionen Euro in einen zweiten Neubau binnen kurzer Zeit präsentiert die Reederei jetzt auf der Föhr-Amrum-Linie ein neues Gesamtkonzept mit deutlicher Steigerung der Transportkapazität und des Passagierkomforts.
Modernste Technik verbindet die Doppelendfähre mit einem traditions-
reichen Namen: Schleswig-Holstein. Sie ist bereits das vierte Schiff in der 126-jährigen W.D.R. Geschichte, das so heißt. Auf diesen Namen wurde sie nun im Beisein von Axel Meynköhn, Geschäftsführer der W.D.R., und Kapitän Christ Tholund sowie mehr als 300 geladenen Gästen und zahlreichen Zuschauern getauft.
„Die ‚Schleswig-Holstein‘ ist die neue Botschafterin des Landes und der nordfriesischen Inseln im Wattenmeer“, sagte Axel Meynköhn anlässlich der Taufe. „Wir freuen uns, den Bewohnern von Föhr und Amrum und den Besuchern der Inseln eine leistungsstarke und attraktive Fähre zu präsentieren, die ihnen hohen Komfort und besten Service bietet.“ Taufpatin Karima Meynköhn, Ehefrau des W.D.R. Geschäftsführers und 1. Vorsitzende der Volkshochschule Insel Föhr, ließ eine Flasche Champagner am Bug des Schiffes zerschellen. Die gebürtige Österreicherin aus Linz an der Donau lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern seit 2001 auf Föhr. „Ich fühle mich der Insel Föhr und den Menschen hier eng verbunden. Deshalb ist es eine ganz besondere Ehre und Freude für mich, die neue Fähre zu taufen, die hier ihren Heimathafen hat“, sagte Karima Meynköhn.
Nach der Taufzeremonie gingen die geladenen Gäste aus Wirtschaft, Politik und öffentlichem Leben an Bord der „Schleswig-Holstein“ zu einem Empfang. Unter ihnen: Bernard Meyer, Inhaber der Neptun Werft, Dr. Arne Wulff, Staatssekretär Land Schleswig-Holstein (Vertretung von Peter Harry Carstensen), Dieter Harrsen, Landrat Kreis Nordfriesland, Heinz Lorenzen, Bürgermeister der Stadt Wyk auf Föhr. Für die Inselbewohner und Besucher, die zur Taufe in den Innenhafen gekommen waren, ging die fröhliche Feier mit Live-Musik der Kapelle Musikfreunde Osterland Föhr und von der W.D.R. spendierten Freigetränken am Hafen weiter.
Mit der neuen Doppelendfähre verfügt die Wyker Dampfschiffs-Reederei auf der
Föhr-Amrum-Linie jetzt über vier leistungsstarke, komfortable Fährschiffe.
Wyk auf Föhr, 09. Januar 2012
C. Schellenberg