Ebenso wie auch andernorts in der Region Nordfriesland hat sich der Tourismus in den letzten Jahrzehnten zur Haupteinnahmequelle Hooges entwickelt. Jährlich verzeichnet die Hallig rund 40.000 Übernachtungen und Besuche von etwa 120.000 Tagesgästen. Schätzungen gehen davon aus, dass Hooges Wirtschaft inzwischen zu rund 70% vom Tourismus abhängt. Die meisten Gäste begrüßt die Hallig zwar in den Sommermonaten, der Wintertourismus hat jedoch (wenn auch in bescheidenem Rahmen) in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Weitere traditionelle Erwerbszweige auf Hooge sind Küstenschutz, Fischerei und Landwirtschaft. Die Halliglage macht kontinuierliche Anstrengungen im Küstenschutz erforderlich. In den Wintermonaten müssen nach jedem Sturm Schäden an den Warften umgehend beseitigt werden, damit sie sich nicht vergrößern und die Menschen in ihren Häusern in Gefahr bringen. Im Sommer sind vorsorgliche Unterhaltsarbeiten erforderlich, außerdem muss die Höhe der Warften dem langsamen Meeresspiegelanstieg angepasst werden. Vollständig überflutet wird Hooge heute nur noch drei- bis fünfmal jährlich. Dann ragen nurmehr die Warften aus dem tosenden Meer heraus. In den Sommermonaten sorgt ein etwa zwölf Kilometer langer Sommerdeich inzwischen dafür, dass die Hallig von den Kräften des Meeres verschont bleibt. Auch dieser Deich verlangt nach ständiger Wartung und schafft damit Arbeitsplätze im Küstenschutz. Derzeit existiert auf Hooge nur noch ein Haupterwerbslandwirt. Sein Vieh reicht allein nicht zur flächendeckenden Beweidung der Hallig aus, daher weidet in den Sommermonaten Gastvieh (Rinder und Schafe) vom Festland auf Teilen des Hooger Granslands. Gerade Schafe sind auf Hooge ebenso wie andernorts an der Nordseeküste ein wichtiger Teil des Küstenschutzes. Sie halten die Grasnarbe der Deiche kurz und festigen bei der Beweidung zusätzlich den Mutterboden, ohne (wie es die deutlich schweren Rinder täten) die Struktur des Deiches zu beschädigen. Für die Beweidung von Deichen werden daher ausschließlich Schafe eingesetzt.
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