Neben der Landwirtschaft und dem Tourismus, der in vergangenen Jahrzehnten erheblich an Bedeutung gewonnen hat, stellt der Küstenschutz auf Langeneß einen wichtigen Wirtschaftszweig dar. Die Halliglage macht kontinuierliche Anstrengungen im Küstenschutz erforderlich. In den Wintermonaten müssen nach jedem Sturm Schäden an den Warften umgehend beseitigt werden, damit sie sich nicht vergrößern und die Menschen in ihren Häusern in Gefahr bringen. Im Sommer sind vorsorgliche Unterhaltsarbeiten erforderlich, außerdem muss die Höhe der Warften dem langsamen Meeresspiegelanstieg angepasst werden. Auf Langeneß greifen ebenso wie auf den benachbarten Halligen verschiedene Wirtschaftszweige ineinander - die Schafzucht macht dies besonders deutlich. Zum einen ist das Schaf ein landwirtschaftliches Nutztier, das als Fleischlieferant in der Region Nordfriesland sehr geschätzt wird. Zum anderen sind Schafe aktive Helfer im Küstenschutz: Sie halten die Grasnarbe der Schutzdeiche und Warften kurz und festigen bei der Beweidung zusätzlich den Mutterboden, ohne (wie es die deutlich schweren Rinder täten) die Struktur eines Deiches oder einer Warft zu beschädigen. Auf Langeneß erwarten den Urlauber über 200 Gästebetten. Überdies sind Kiosk, Kaufmannsladen und Gastronomie zu einem erheblichen Teil von Übernachtungs- und Tagesgästen abhängig.
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