Zweites Fährschiff wird gebaut

Zweites Fährschiff der neuen Generation wird auf der Rostocker Neptun Werft gebaut


Nach der erfolgreichen Indienststellung der Doppelendfähre „Uthlande“ im Juni 2010 auf der Föhr-Amrum-Linie (FAL) hat die Wyker Dampfschiffs-Reederei (W.D.R.) einen weiteren Neubau auf einer deutschen Werft in Auftrag gegeben. Den Zuschlag erhielt die Neptun Werft in Rostock. Das Schiff wird nach dem Vorbild der „Uthlande“ gebaut und die seit 1988 eingesetzte „Schleswig-Holstein“ ersetzen. Die Indienststellung dieses zweiten Neubaus ist für Mitte Dezember 2011 geplant. Mit Ablieferung der neuen Doppelendfähre werden die derzeitige „Schleswig-Holstein“ sowie, nach 41 Jahren Einsatz im Wattenmeer, die „Insel Amrum“ außer Dienst gestellt. So wird die W.D.R. künftig über vier komfortable Fährschiffe in der FAL verfügen.

Geschäftsführer Axel Meynköhn: „Mit dem zweiten Neubau führen wir unsere langfristige Planung fort, denn das neue Fährschiff soll 25 bis 30 Jahre im Wattenmeer Dienst tun. Der aktuell lebhafte Wettbewerb im deutschen Schiffbau sowie das günstige Zinsniveau haben uns bewogen, das Projekt früher als ursprünglich vorgesehen zu realisieren.“ Die Neptun Werft in Rostock habe große Erfahrung mit dem Bau von Fahrgastschiffen und genieße einen ebenso hervorragenden Ruf wie die Sietas Werft, die den ersten Neubau „Uthlande“ erfolgreich realisiert hat. „Es freut uns, dass wir zwei renommierte deutsche Werften für unsere Projekte begeistern konnten. Wir haben uns, wie schon beim ersten Auftrag, für das aus unserer Sicht beste Gesamtpaket entschieden“, erklärt Axel Meynköhn. Es sei für die W.D.R. sinnvoll, ihre Schiffe bei einer deutschen Werft bauen zu lassen.

Die künftige Doppelendfähre „Schleswig-Holstein“ wird 75,88 m lang und 15,80 m breit sein. Sie wird eine Tragfähigkeit von 370 Tonnen besitzen, 75 PKW und bis zu 1200 Personen befördern können. Der Antrieb besteht aus vier Voith-Schneider-Propellern, die Geschwindigkeit wird 12 Knoten und der Tiefgang 1,75 m betragen. Durch ihre Bauweise mit zwei identischen Schiffsenden in Form eines Bugs und ihre beidseitig angebrachten Propeller kann die Fähre in beide Richtungen fahren und muss keine zeitaufwändigen Wendemanöver im Hafen vornehmen.

Wyk auf Föhr,  28. September 2010